Ein tolles Jahr geht vorbei!

Dienstag, 29.09.2015

Ein tolles Jahr geht vorbei. Es war wirklich sehr schwer, von den ganzen tollen Leute in Argentinien Abschied zu nehmen. Schade, dass man nicht mal eben für ein Wochenende zurückfliegen kann.

Besonders schwer fiel es mir, mich von meinen Kollegen in der Behindertwerkstatt zu verabschieden. Es hat mir einfach unfassbar viel Freude bereitet mit ihnen zusammen zu arbeiten und ich halte immer noch Kontakt mit vielen.

Aber auch in der Schule waren die Abschiede sehr hart. Ein Jahr lang bin ich in den Kindergarten gegangen und die Kinder konnten nicht verstehen, dass ich am nächsten Tag ganz weit weg von ihnen bin. Sie versprachen mich aber zu besuchen ;-)

Auch meine Schüler zu verabschieden und die Verantwortung für sie abzugeben fiel mir schwer. Gerne würde ich ihnen immer noch Deutschklassen geben. Besonders erwähnen möchte ich noch Facu und Paula mitsamt ihrer Familien, die meine schöne Zeit zu einer wunderschönen Zeit gemacht haben.

Insgesamt geht für mich ein schöner Freiwilligenddienst zu Ende, in dem ich zwar mit vielen kleinen Problemen zu kämpfen hatte, aber glücklich aus ihm  rausgehe!

 

Nordargentinien Tilcara Jujuy Yungas

Donnerstag, 17.09.2015

 

 

Von Iruya aus fuhr ich zum nächsten Dorf, nach Tilcara. Dort besichtigte ich einige restaurierte Ruinen, eine beeindruckende Schlucht, sowie einen Wasserfall. Der Ort ist wirklich schön und einen Besuch wert. Die Weiterreise von Tilcara zur Provinzhauptstadt Jujuy stellte sich jedoch als schwierig heraus. Die zenrale Straße wurden von den Dorfbewohner bestreikt, das sie glaubten. ein Polizist habe einen jungen getötet. Nach vielen Stunden des Wartens stiegen wir aus dem Bus und passierten die protestierenden Menschen zu Fuß. Am anderen Ende der aufgebrachten Menschenmassen stiegen wir in einen anderen Bus ein und kamen schließlich in Jujuy an.

Am Folgtag nahmen wir einen Bus raus aus Jujuy und erwanderten einen abgelegenen Regenwald. Es war eine willkommene Abwechslung, endlich wieder reichhaltige Vegetation nach Tagen der Wüste zu sehen. Mir gefiel dieser Nationalpark ausgezeichnet

  

 

Am Folgtag trat ich schließlich mit dem Bus die Heimreise an und kam mit vielen tollen Eindrücken am Montag in den Morgenstunden an. Besonders begeistert haben mich auch die Momente in den Hostels. Es ist einfach wunderschön wenn abends Leute aus allen Ländern der Welt zusammenkommen und erzählen und singen. Eine Reise, die ich nie vergessen werde!

Nordreise Purmamarca Humahuaca Iruya

Donnerstag, 17.09.2015

Abends kamen wir in Purmamarca an und suchten uns ein Hostel, was in diesem Touristenort nicht einfach war. Schließlich konnten wir jedoch ein preiswertes finden und fielen erschöpft von der eintägigen Busfahrt ins Bett. Am folgenden Tag wanderten wir zu einem Aussichtspunkt über dem Dorf, der einen wunderbaren Blick auf Purmamarca und seinen weltberühmten Berg der sieben Farben freigab. Außerdem umrundeten wir den Berg der Farben und schlenderten durch das Dorf. Am Nachmittag nahmen wir schließlich den Bus in das Dorf Humahuaca.

 

 

In Humahuaca organisierten wir uns mit einigen Leuten ein Taxi zum "Berg der vierzehn Farben", den Hornocal. Auch dieses Mal war es schwer 14 Farben zu zählen, was meine Begeisterung jedoch nicht schmälerte. Auch diese 5000m hohen Felsen sind unglaublich und sehen aus, als seien sie gerade entstanden.

  

Am folgenden Morgen ging es mit dem Bus in das kleine Dorf Iruya. In diesem Dorf blieben wir 3 Tage und ließen uns von der wunderschönen Bergwelt verzaubern. Von Iruya aus unternahmen wir Wanderungen in noch abgelegenere Dörfer, die nur zu Fuß zu erreichen sind. Der nächste große Supermarkt ist 3h mit dem Auto entfernt und bis vor wenigen Jahren gab es hier noch keinen Strom. Mir gefiel das Dorf sehr gut und  da die Straße am Orteingang endet, sind die einzigen Wege steile gepflasterte Gassen. Eine tolle Erfahrung!

Nordreise Atacamawüste Chile

Donnerstag, 17.09.2015

In San Pedro de Atacama, am Rand der weltberühmten Atacamawüste,eine der trockensten Wüsten der Welt, ruhten wir uns den restlichen Nachmittag von der viertägigen sehr anstrengenden Bolivientour aus. Am folgenden Tag mieteten wir ein Fahrrad und ein Sandboard. Mit diesem Sandboard liefen wir bis zu 120m hohe Dünen hoch und fuhren sie anschließend auf dem Sandboard runter - ein Heidenspaß!

Doch nicht nur die Radtour, sondern auch das Sandboarden, sind in der Wüste extrem anstrengend. Man trocknet extrem schnell aus und hat ein ständiges Bedürfnis nach Wasser. Nach dem Sandboarden im Valle de la Muerte fuhren wir mit dem Fahrrad weiter ins benachbarte Mondtal zum Koyotenstein. Dieser, das Mondtal überlappende, Stein stellte sich als tolles Fotomotiv heraus und die Strapazen mehrere Kilometer hochzufahren, hatten sich gelohnt.

 

San Pedro de Atacama ist jedoch nicht nur für seine Wüste bekannt, sondern auch für seinen einzigartigen Sternenhimmel. So entschieden wir uns, eine geführte Sternentour zu buchen. Obwohl ich mich eigentlich nicht für Astronomie begeistern kann, muss ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Ich habe viel über zahlreiche Sternenbilder gelernt und der Blick durch das Teleskop auf verschiedene Planeten und Sternbilder war einmalig, trotz extremer Kälte. Ein besonderes Highlight stellte der Planet Jupiter dar, der durch das Teleskop mitsamt seines Ringes gesehen werden konnte. Das unten zu sehende Mondfoto habe ich mit meinem Handy durch ein Teleskop gemacht.

Am folgenden Morgen ging es schließlich den gesamten Tag lang mit dem Bus weiter nach Purmamarca in Argentinien.

Nordreise Salar de Uyuni Bolivien

Donnerstag, 17.09.2015

 Eine unendliche weiße Wüste, die 50mal größer als die gesamte Stadt Düsseldorf ist.

Von Salta aus machten wir einen Abstecher zur weltberühmten Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien. Früh morgens nahmen wir den Bus in das argentinische Grenzstädtchen La Quiaca. Dort stiegen wir aus und überquerten zu Fuß die Grenze nach Bolivien (s.3.Foto). In der bolivianischen Grenzstadt Villazon deckten wir uns mit bolivianischen Pesos ein und nahmen anschließend den Zug nach Uyuni. In unserem Zugticket für wenige Dollar war nicht nur ein sehr bequemer Sitz enthalten, sondern auch noch ein Kaffee- und Kuchenpaket, was die Fahrt sehr angenehm machte. Besonders beeindruckend fand ich jedoch das angebotene Abendbrot. Man konnte zwischen 30 (!) verschiedenen frischen warmen Gerichten auswählen. Ich entschied mich für Pfeffersteak und wurde nicht enttäuscht. Eine wirklich sehr angenehme Zugfahrt!

Schließlich kam ich mit meinem Mitreisenden Max um 2:00 nachts bei 10 Grad unter Null in Uyuni an. Schnell konnten wir ein angenehmes Hostel nehmen. Am nächsten Morgen standen wir früh auf und erschienen in dem Reisebüro, in dem ich eine viertägige Tour durch die Wüste gebucht hatte. Lange hatte ich mich zuvor über Anbieter informiert, da immer wieder von betrunkenen Fahrern zu lesen ist. Eines schon mal vorweg, unsere Tour beim "Esmeraldatours" war fantastisch mit unserem Fahrer Antonio. Nach dem wir uns morgens um 9 angemeldet hatten, verbrachten wir noch zwei Stunden mit Provianteinkäufen ehe es im Pickup mit einem amerikanischen und einem niederländischen Päärchen losging. In den folgenden Tagen waren Max und ich als Übersetzer vom Spanischen ins Englische tätig.

 

 

Unsere erste Station war ein alter Zugfriedhof. Ungefähr 50 alte Lokomotiven und Waggons standen am Wüstenrad und rosteten vor sich hin. Es hat viel Spaß gemacht, auf ihnen rumzuklettern und immer wieder neue Ecken zu entdecken.

Vom Zugfriedhof aus ging es endlich zum Highlight der viertägigen Tour, zur Salzwüste. Mitten in dieser unendlichen Weite weißen Fläche hielten wir an und hatten die Möglichkeit, Fotos zu schießen. Da es keine Anhaltspunkte gibt waren fantastische Spiele mit der Perspektive möglich. Doch bereits hier machte mir etwas die Höhenluft zu schaffen. Ich denke die Fotos sprechen ansonsten für sich.

Nachdem wir nachmittags in unserer sehr einfachen Unterkunft angekommen sind, fuhren wir zum Sonnenuntergang nochmal raus in die Salzwüste. Am Rand der Salzwüste konnten wir einige Wasserpfützen entdecken, die den Sonnenuntergang toll reflektierten. In den Monaten Januar und Februar ist die gesamte Salzwüste unter Wasser und reflektiert den Himmel. Die Abendstimmung war jedenfalls unglaublich und ich fühlte mich, als sei ich auf einem anderen Planeten.

 

Am nächsten Morgen hatten es sich rund um unsere Unterkunft einige Lamas bequem gemacht. Während in der Salzwüste selber keine Flora und Fauna vorhanden ist, sind am Rand der Wüste viele Tiere anzutreffen.

Anschließend brachte mich der Vulkan Tunupa an den Rand meiner Kräfte. Gemeinsam mit einem Guide nahmen wir den 5300m hohen Vulkan in Angriff. Bereits auf einer Höhe von 3800m starteten wir und sollten 1500 Höhenmeter überwinden. Leider habe ich es nur an den Kraterrand auf 5000m geschafft, da ich kaum noch Luft kriegte und meine Kopfschmerzen unerträglich waren. Denn in dieser Gegend ist der Sauerstoffgehalt nicht nur durch die Höhe sehr niedrig, sondern auch durch das Fehlen von Bäumen. Die Aussicht auf die schier unendliche Salzwüste entschädigte für die Strapazen und auf dem Rückweg konnten wir einer Höhle sogar einige Mumien bestaunen.

Am späten Nachmittag besuchten wir die Kaktusinsel. Inmitten der Salzwüste liegt nämlcih eine kleine Insel die randvoll mit Kakteen bewachsen ist. Ein wirklich wunderschöner Ort.

Am dritten Tag besuchten wir verschiedene Vulkane und Lagunen, die alle zwischen 4000 und 5000m Höhe liegen. Die Landschaft war wirklich unglaublich. Egal wo ich hinschaute, in alle Richtungen waren Vulkankegel zu sehen und ich kam mir vor, als sei ich auf einem fremden Planeten. Die unglaublichen Steinformationien und wunderschönen Flamingos rundeten das Bild ab.

Am vierten Tag stand noch ein  Besuch von Geysiren und einer Terme auf dem Programm. Es war schon eine besondere Überwindung bei Außentemperaturen von weit unter 0 Grad in die schönen warmen Thermen zu springen. Doch ich muss sagen, es hat sich gelohnt!

Am Nachmittag endete schließlich die wunderschöne Tour durch die Salzwüste und die Hochebene zwischen Chile und Bolivien. Ich muss sagen, es war eine der besten Touren meines Lebens! Diese Eindrücke werde ich niemals vergessen.

Nordreise Tucuman und Salta

Donnerstag, 17.09.2015

Meine zweiwöchige Reise in den Norden habe ich in der Provinz Tucuman begonnen. Nach einer Nacht im Bus besuchte ich am Nachmittag das kleine verschlafene Örtchen Amaicha de Valle, welches idyllisch in einem Tal liegt und ruhte mich von den Reisestrapazen aus. Bereits die Anreise war ein Highlight. Die Landschaft wandelte sich von Regenwald zu karger Wüstensteppe.

Am nächsten Morgen besuchte ich die Ruinen der Quilmesindianer (5. Foto). Diese historisch sehr wichtigen und wunderschönen Ruinen stellte das erste Highlight meiner Tour dar. Die Ruinen liegen wunderbar in einem Hang und es bereitet großen Spaß, hier zu wandern. Am Nachmittag fuhr ich weiter nach Cafayate.

In Cafayate buchte ich eine sechsstündige Tour durch die weltberühmte Schlucht und ihre Felslandschaften. Die zahlreichen roten Felsformationen und die unglaublichen Formen beeindruckten mich sehr. Immer wieder erinnerte mich die Landschaft an den Grand Canyon der USA.

 

Am nächsten Morgen stand ein besonderes Abenteuer auf dem Programm. Ich hatte mir vorgenommen, per Anhalter über das Dorf Cachi nach Salta zu gelangen. Da die Straße eine reine Schotterpiste ist, beträgt die reine Fahrzeit bereits 8h. 

Der Tag begann sehr schwierig. Mit verschiedenen Autos konnte ich jeweils nur 10km zurücklegen. Zwischen 9:00 und 12:00 vormittags schien es gar nicht mehr weite zu gehen, ehe ich von einer Fußballmannschaft aufgesammelt wurde. Auf der Ladefläche eines LKWs reiste ich zwei Stunden weiter Richtung Cachi. Dabei durchquerten wir die wunschöne "Quebrada de las Flechas", die mich sehr beeindruckt hat. 

Nach 2h Reise musste ich auch aus diesem Auto aussteigen und das Warten ging weiter. Schließlich hatte ich riesiges Glück. Eine Familie sammelte mich auf und brachte mich nicht nur nach Cachi, sondern anschließend auch noch nach Salta. In Cachi aßen wir zusammen zu Mittag und selbstverständlich legten wir auch viele Fotostopps ein. Am Abend setzten sie mich am Hostel ab und ich fiel überglücklich ins Bett.

Am nächsten Morgen sollte es sehr früh Richtung Bolivien weitergehen.

Reisebericht und Blogabschluss

Sonntag, 09.08.2015

Hallo zusammen! 

Ich bin gut in Deutschland angekommen und habe mich bereits wieder eingelebt. In den nächsten Tagen werde ich nun sowohl meine Reise in den Norden Argentiniens beschreiben, als auch meine letzten Arbeitstage inklusive vieler schwerer Abschiede. Zunächst werde ich Fotos hochladen und dann folgen die Texte.

Patagonien Puerto Madryn Kurztrip

Mittwoch, 15.07.2015

Hier schon mal ein paar Fotos von meinem Kurztrip nach Patagonien. Am viertägigen Wochenende vom 9. Juli bis 12. Juli hab ich per Fernbus einen Abstecher nach Patagonien gemacht. Schon lange wollte ich Puerto Madryn besuchen, um seine berühmte Peninsula Valdes zu besichtigen. Diese Halbinsel beherbergt eine beeindruckende Tierwelt und in unmittelbarer Nähe ziehen zahlreiche Wale ihre Bahnen. Nach ungefähr 24h im Bus bin ich müde bei meinem Couchsurfer angekommen. Freundlich wurde ich begrüßt und wir schauten uns gemeinsam die Stadt und ihren schönen Strand an. Für den Folgetag buchten wir eine Exkursion auf die Halbinsel und eine Walbesichtigung.

 

Früh morgens ging es los und ich sah Seelöwen, einige Pinguine, Seehunde und natürlich viele Wale. Auf dem Rückweg der Ganztagesexkursion machten wir einen Stopp an dem Strand Doradillo. Dieser Strand ist ein echtes Highlight, da hunderte Wale in dieser Bucht schwimmen und sich immer wieder sehr dem Strand nähern.

Am Folgetag, der leider schon der letzte war, besuchte ich vormittag mit meinem Couchsurfer einige Strände, Felsformationen und Buchten mit Seehunden. Am Nachmittag machten wir es uns am wunderschönen Doradillostrand gemütlich und schauten eine Mate schlürfend den Walen zu. Am Abend ging es bereits zurück mit großer Begeisterung und viel Freude, diese tolle Tierwelt gesehen zu haben.

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