Berichte von 09/2014

La vida nocturna!

Montag, 29.09.2014

Freitag habe ich vormittags im Kindergarten geholfen. Zunächst musste ich einige Mitteilungen an die Eltern in Hefte kleben, danach konnte ich jedoch gemeinsam mit den Kindern spielen. Auch wenn ich die Kinder nur schwer verstehe, hat es unglaublich viel Spaß gemacht. Nachmittags habe ich im Gemüseunterricht geholfen. Der Gemüsegarten war leider noch vom Regen überschwemmt, weshalb wir im Klassenraum Unterricht über Marienkäfer gemacht haben.

Am Abend machten Max und ich uns auf, um einen Couchsurfing-Kontakt zu treffen. Zunächst einmal hatte unser Bus eine halbe Stunde Verspätung. In dieser Zeit erklärte uns eine Frau, wie wir schneller nach Capital kommen könnten. Sie ließ uns also aus dem Bus nach 20min aussteigen und zeigt auf einen Ort, wo ein Bus kommen sollte. Leider kam jedoch über eine Stunde kein Bus und wir standen mal wieder an einer Autobahn. Schließlich kam noch ein Bus und wir kamen an.

In Capital wurden wir herzlich von Marcelo empfangen und tranken mit ihm einen leckeren Schnaps der Piso heißt. Danach zogen wir los in die Bar Alamo. Dort haben wir sehr viele junge Argentinier getroffen und hatten einen tollen Abend. Wir kamen um 5 Uhr nachts nach Hause. Am nächsten Morgen hatte ich mich mit Jeremias verabredet, um Zugtickets für ein langes Wochenende nach Sierra de la Ventana zu kaufen. Leider kann man die Tickets nur an den Tagen kaufen, wo auch die Bahn fährt. Danach fuhr Jeremias nach Hause und Max und ich entspannten uns von der Nacht in einem Park.

Abends gingen wir zum Pub Crawl. Von 10-11 Uhr kann man so viel Bier trinken und Pizza essen wie man möchte, um anschließend durch verschiedene Bars und Clubs zu ziehen. Die Gruppe bestand jedoch aus über 100 Leuten, wodurch diese Tour sehr unpersönlich war. In dieser großen Gruppe gingen wir von Bar zu Bar. Wir hatten zwar einen schönen Abend, jedoch war uns die Tour zu touristisch geprägt.

Am Sonntag schliefen wir aus und machten uns auf den Heimweg. Leider waren wir insgesamt 5h unterwegs, da sonntags die Busse nur sehr unregelmäßig fahren und wir deshalb viele Stunden gewartet haben. Schließlich kamen wir wieder in Cardales an und kochten uns schnell noch was, bevor wir erschöpft ins Bett fielen. Gute Nacht!

Das Wochenende nähert sich!

Freitag, 26.09.2014

 

Am Dienstag habe ich vormittags mit Max im Kindergarten geholfen beim Musikunterricht (zum Glück ist das musikalische Geschick da nicht ganz so wichtig) und nachmittags beim Sportunterricht in der Primaria. Schüler einer italienischen Partnerschule aus einer Nachbarstadt kamen zu Besuch und führten gemeinsam mit den Schülern der Hölters verschiedene Übungen durch. Am Abend ging ich mit Max zur Sporthalle und wir spielten eine Stunde lang mit tollen Leuten Volleyball. Hat echt Spaß gemacht!

Am Mittwoch habe ich zuerst im Deutschunterricht geholfen und nachmittags im Sportunterricht der Secundaria. Abends machte ich mich auf den Weg nach Pilar um mich mit Jeremias zu treffen. Auf dem Weg sah ich den startenden Ballon auf dem Foto. Wir tranken ein Bierchen und planten unsere Reisen, die wir gemeinsam machen wollen. Am Donnerstagvormittag ruhte ich mich aus und fuhr dann nach Escobar um mich mit Jeremias in einem Reisebüro zu informieren.

Nachmittags wollten wir uns pünktlich auf den Weg zum Treffen mit den anderen Freiwilligen von Invia machen. Einmal im Monat treffen sich die Freiwilligen in einem Projekt und tauschen sich untereinander aus. Auf dem Weg dorthin setzte starker Platzregen ein und zu allem Überfluss sind Jeremias und ich zu spät aus dem Bus ausgestiegen, sodass wir 1h zu Fuß zum Treffpunkt laufen mussten. Oh man! Nach dem Treffen sind Max und ich nach Hause und haben uns Chorizos gemacht. Das sind würzige kleine leckere Würstchen, die man in Argentinien gefühlt an jeder Ecke kaufen kann. Sehr lecker!

Gute Nacht!

Ruhige Tage in Cardales

Dienstag, 23.09.2014

Sonntag haben wir ausgeschlafen und uns dann mit unserem Freund Facu (Deutsch-Lehrer von der Hölters-Schule)auf dem Dorfplatz zum Matetrinken getroffen. Auf dem Dorfplatz fand den ganzen Tag über Live-Musik statt, weil die Argentinier den Frühlingsbeginn gefeiert haben. Abends aßen wir gemeinsam mit Facu's Familie Panchos (Hot-Dogs) und spielten mit ihm Fifa.

Heute, Montag, haben wir zunächst gemeinsam vormittags im Deutschunterricht geholfen und nachmittags beim Sportunterricht. Heute Abend entspannen wir zu Hause und machen uns einen schönen Abend. Liebe Grüße!

Wieder in Capital gewesen!

Sonntag, 21.09.2014

Am Freitag habe ich vormittags im Deutsch-Unterricht und Nachmittags im Gemüsegarten geholfen. Danach sind Max und ich nach BA aufgebrochen, um uns mit einem Couchsurfing-Kontakt zu treffen. Gemeinsam mit der Frau gingen wir dann zu einer Tandem Veranstaltung. Dort treffen sich Leute die Spanisch oder Deutsch sprechen und jeweils die andere Sprache lernen wollen. Ich habe vielen Stunden mit tollen Leuten Gepräche auf Spanisch und Deutsch geführt in gemütlicher Bar-Atmosphäre. Anschließend übernachteten wir bei unserem Couchsurfing-Kontakt.

Am nächsten Morgen haben wir uns mit Jeremias getroffen und ihm ein bisschen die Haupstadt gezeigt. Mittags haben wir dann gemeinsam in einem Einkaufszentrum das Dortmundspiel gegen Mainz geguckt. Das Ergebnis ist nicht erwähnenswert. Abends sind wir wieder mit dem Zug nach Hause und sind froh, heute ausschlafen zu können. Morgen steht ein entspannter Tag auf dem Programm. Bis dann!

Endlich wieder fit!

Freitag, 19.09.2014

Nachdem ich Sonntag im Regen klitschnass geworden war, verbrachte ich Montag und Dienstag mit Fieber, Kopfschmerzen und Schnupfen im Bett. In dieser Zeit wurde ich toll von Max bekocht und gepflegt. Am Mittwoch fühlte ich mich wieder fit genug, um in der Schule helfen zu können. Über den Tag hinweg trank ich 4l Tee und beruhigte so meine Mandeln. Vormittags unterstützte ich den Deutschunterricht und anschließend nachmittags den Sportunterricht. Im Sportunterricht habe ich zum ersten Mal Fußballübungen auf Spanisch erklärt - es hat funktioniert. Da habe ich mich wirklich drüber gefreut!

Direkt nach Feierabend machten Max und ich uns auf in die Innenstadt. Nach 3h Anreise waren wir in Palermo, einem Viertel mit vielen tollen Bars und Clubs, angekommen. Dort besuchten wir zunächst eine Mundo Lingo Veranstaltung. Jeder Gast kriegt Fahnen der Länder, deren Sprache er spricht, auf die Kleidung geklebt. Anschließend unterhalten sich die Gäste untereinander. Dort waren wir jedoch nur kurz, da wir noch zum Beerpong-Wednesday wollten.

Diese Veranstaltung wird auf Couchsurfing organisiert. Da nachts keine Bus zurück zu uns nach Cardales fahren, hatten wir uns auf dem Event mit einem Studenten verabredet, der uns seine Couch für die Nacht angeboten hat. Wir spielten also zunächst Beerpong, gingen dann mit ihm und seinem französischen Kollegen Billiard spielen und übernachteten schließlich in seiner WG. Ein schöner Abend!

Am nächsten Morgen schlenderten Max und ich noch etwas durch BA um uns anschließend in der Nähe vom Puerto Madero (ehemaliger Hafen, heute schickes Wolkenkratzerviertel) kostenfrei impfen zu lassen gegen Gelbfieber. Dies ist nur unter der Woche möglich, weshalb wir am Donnerstag frei bekommen haben. Nach der Impfung gönnten wir uns ein köstliches All-you-can-eat Buffet im Puerto Madero mit einem tollen Ausblick vom Tisch (fünftes Foto). Danach machten wir uns auf den langen Heimweg zurück nach Cardales.

Am Abend hatten Max und ich Schwierigkeiten in unsere Wohnung zu gelangen, da wir den Schlüssel verlegt hatten. Gott sei Dank war über das Dach unser versehentlich nicht verschlossenes Badezimmerfenster zu erreichen! Glück gehabt!

Morgen, Freitag, ruft dann wieder die Arbeit. In den 2 Tagen, in denen ich im Bett lag, habe ich gemerkt, wie viele Freude es mir macht, mit den Kindern zu arbeiten. Gute Nacht!

 

2. Wochenende

Montag, 15.09.2014

Hola!

Hinter mir liegt ein schönes Wochenende. Aber fangen wir erstmal mit Freitag an: Vormittags studierten Max und ich mit den Grundschulkindern das Lied "Alle meine Entchen" ein. Nachmittags halfen wir gemeinsam im Gemüsegarten und abends besuchten uns 4 andere Freiwillige um gemeinsam bei uns aufm Schulgelände zu grillen. Anschließend übernachteten unsere Gäste bei uns. Am Abend zeigte sich der Himmel ein letztes Mal noch von seiner schönen Seite.

Am nächsten Tag, Samstag, war der Himmel schon wolkenverhangen. Gemeinsam mit einem anderen Freiwilligen, Jeremias, besuchte ich die Stadt Pilar und aß anschließend bei seiner Gastfamilie mit zu Mittag. Danach fuhr ich nach Hause, um mich auf den Abend vorzubereiten. Max und ich waren nämlich eingeladen zu einem schönen Geburtstag. Es gab Asado und die Möglichkeit Fernet zu trinken. Die Argentinier tanzten und sangen bis in die frühen Morgenstunden, echt beeindruckend das Durchhaltevermögen! Aber hier ist es normal zu feiern, bis die Sonne wieder aufgeht. Ab Nachmittags setzte jedoch Regen ein, welcher seit nun 1,5 Tagen sein Unwesen treibt. Auf dem letzten Foto ist bei genauer Betrachtung eine überflutete Straße zu erahnen.

Am Sonntag besuchten uns schließlich zwei andere Freiwillige, Jana und Carla. Mit ihnen kochten wir gemeinsam zu Mittag und besuchten anschließend unsere Mentorin Mechtild. Sie ist unser Ansprechpartner für alles Organisatorische vor Ort. Bei Mechthild tranken wir warmen Kaffee und bestellten uns Empanadas (Das sind gefüllte Teigtaschen bspws. mit Schinken und Käse). Am Abend kämpften wir uns durch die Pfützen zurück nach Hause um uns anschließend schnell ins warme Bett zu legen. Gute Nacht!

Ein Tag im Bus!

Freitag, 12.09.2014

Heute, am Tag des Lehrers, haben Max und ich ausgeschlafen. Danach machten wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Stadt Escobar (ca. 1h). Diese Stadt gefiel uns jedoch nicht besonders gut, weshalb wir weiter nach San Isidro fahren wollten. Auf der Landkarte sah diese Strecke sehr kurz aus, doch der Bus fuhr gefühlt unterwegs jede Haltestelle an, sodass wir nochmal fast zwei Stunden unterwegs waren. San Isidro gefiel uns zwar sehr gut mit seinem Hafen und einigen schönen Gebäuden, doch eine dreistündige Anreise schien es uns nicht wert. Am Abend aß ich schließlich noch die fettigsten Pommes meines Lebens woraufhin wir uns auf den langen Heimweg machten. Echt anstrengend ein Tag im Bus. Gute Nacht!

Endlich mal wieder ein Bericht ;-)

Donnerstag, 11.09.2014

 

Am Dienstagmorgen standen das gesamte Schulgelände und die Matschstraßen, welcher zur Schule führen, unter Wasser. Aus diesem Grund begann der Unterricht etwas verspätet um 13:00 für Max und mich. Während Max in der Theater- bzw. Yogaklasse half, begleitete ich den Sportunterricht. Es wurde Tennis gespielt. Am Abend kochten wir uns Spaghetti mit einer leckeren Käse-Schinken-Soße und probierten Abends erstmals das Getränk, welches alle Jugendlichen trinken, bevor sie feiern gehen: Fernet. Es handelt sich dabei um einen Kräuterschnaps der mit Cola getrunken wird. Den Hype um dieses Getränk konnte ich nicht nachvollziehen!

Am Mittwoch, also gestern, begleiteten Max und ich gemeinsam den Deutschunterricht und führten mit besonders herrausstechenden Schülern einzeln Gespräche, damit sie gesondert gefördert werden. Um 12:00 aßen Max und ich in der Schulmensa zu Mittag und begleiteten anschließend den Sportunterricht. Am Abend waren wir von einem Musiklehrer der Schule zum Essen eingeladen. Es gab Choripan (sehr leckere würzige Würstchen). Anschließend gingen wir gemeinsam mit seiner Familie noch einen Nachtisch in einem Cafe in der Nähe essen.

Heute ist der Lehrer-Tag, weshalb die Schule geschlossen hat. Wir haben bis eben ausgeschlafen und machen uns gleich auf, um die nahegelegene Stadt Escobar zu besichtigen. Bis bald!

Erstes Fußballspiel mit den Argentiniern!

Dienstag, 09.09.2014

 

Highlight war heute ein Fußballspiel mit den Jungs von meiner Schule. Aber erstmal von Anfang an! Die Schule war zu einem Sportsturnier in Campana eingeladen! Wir, als Freiwillige, durften die Schüler dabei begleiten. Wenn Schüler gerade keinen Wettkampf hatten, spielten wir mit ihnen Tischtennis. 1.5h unseres Aufenthaltes nutzen wir zu einer Besichtigung der Stadt Campana (siehe zweites Foto).

Nachmittags kamen wir zurück und ruhten uns kurz aus, um uns anschließend mit den Jungs der Schule zum Fußballspielen zu treffen. Das hat echt Spaß gemacht! Die Argentiniern sind zwar technisch viel stärker einzuschätzen, wollen jedoch oft "mit dem Kopf durch die Wand". Trotzdem hat es unfassbar viel Spaß gemacht und zudem begleitete uns noch ein toller Sonnenuntergang. Am Ende wurde ich als "großer Philipp Lahm" verabschiedet - was eine Ehre!


Danach gingen Max und ich noch einkaufen ( endlich mal wieder ein Steak) und machten uns einen gemütlichen Abend. Gute Nacht!

Gemütlicher Tag!

Montag, 08.09.2014

Heute war ein gemütlicher Tag. Von einer Bekannten unserer Betreuerin wurden Max und ich zum Asado eingeladen. Dabei handelt es sich um eine argentinische Form des Grillens. Es ist eine stundenlange Zeremonie bei der Unmengen von Fleisch vertilgt werden. Zum Asado eingeladen waren wir in einen County Club, wo sehr reiche Leute wohnen. Wir grillten also gemütlich mit der Familie. Danach besuchten wir mit ihr ein Pferdeturnier im Club.

Anschließend schauten Max und ich uns im Club noch um und schauten uns die riesigen Villen an. Es kommt einem vor, wie in einer eigenen Welt. Den Abend ließen wir gemeinsam mit Claudia mit einem Bierchen in Cardales ausklingen. Im Laufe des Tages habe ich bei einem Auto die schicke Gangschaltung auf dem letzten Foto gesehen.

Endlich an der Pulsader von Buenos Aires!

Sonntag, 07.09.2014

   

Gestern habe ich zum ersten Mal nicht geschrieben, da es nicht genug zu erzählen gab. Dafür gibt es heute umso mehr zu erzählen! Gestern haben Max und ich den ganzen Tag die Sportlehrer mit ihren Schülern bei verschiedenen Sportturnieren begleitet. Wir waren den gesamten Tag eingespannt, sodass wir abends nur noch ermüdet eine Tomatensoße mit Möhrchen und Zwiebeln mit Nudeln herzaubern konnten. Wir entschieden uns früh schlafen zu gehen, um heute um halb 9 aufbrechen zu können in La Capital.

Wie auf dem zweiten Foto zu sehen ist, war der Tag zu Beginn sehr verregnet. Nach insgesamt fast 3h Anreise zeigt sich jedoch erstmals die Sonne. Die sollten auch den restlichen Tag so bleiben, sodass Max und ich einen wunderbaren Tag in der Stadt verbringen konnten. Wir waren insgesamt 8h in der Stadt unterwegs und haben uns lediglich eine kurze Paus zum Steak- Essen gegönnt. Insgesamt konnten wir so weite Teile des Zentrums erkunden.

Besonders berühmt ist der Obelisk auf dem dritten und vierten Foto. Er ist das Wahrzeichen von Buenos Aires. Entlang des Obelisken führt eine 16 (!) spurige Straße. Ansonsten lassen sich innerhalb der Stadt viele tolle Gebäude finden (siehe 4. und 5. Foto). Abends schauten wir uns schließlich noch den Yachthafen von Buenos Aires an (letztes Foto).

Schließlich machten wir uns auf den Heinweg, welcher sich im Nachhinein als wahre Odyssee herausstellte. Zunächst fuhren wir mit dem Zug, mit dem wir auch gekommen waren, nach Pilar zurück. Da es für Busse weder Fahrpläne, noch Schilder, wo welcher zu finden ist, gibt, entschieden wir uns Passanten nach dem Bus nach Cardales zu fragen. Eine ältere Dame erklärte uns, in einer halben Stunde würde der Bus kommen. Nach einer halben Stunde stellte sie in Absprache mit einem Busfahrer fest, dass kein Bus mehr kommen wird.

Sie zeigte sich jedoch hilfsbereit und stieg mit uns in einen anderen Bus, um uns zu einer Stelle zu bringen, wo wir einen Bus nach Cardales kriegen könnten. Diese Stelle stellt sich als Autobahnkreuz mitten im Nirvana heraus. Dort warteten wir eine Stunde lang vergeblich auf einen Bus. Schließlich pilgerten wir entlang der Autobahn zur nächsten Mautstelle, wo uns ein Taxi gerufen wurde. Zu allem Überfluss waren unsere Handy nämlich auch noch leer. Schließlich konnten wir mitten in der Nacht dank des Taxis ermüdet ins Bett fallen. Gute Nacht!

Was ein Abendessen!

Freitag, 05.09.2014

Heute durften wir wie angekündigt auschlafen! Unser erstes Essen war also das Mittagessen in der Schule. Es gab Fleischstückchen mit Reis und Tomatensoße - wirklich lecker. Während Max danach eine Lehrerin im Deutschunterricht begleitete, half ich den Sportlehrern dabei, einen Wettkampf zwischen zwei Grundschulen durchzuführen. Es ging beim Wettkampf jedoch ausschließlich darum, dass die Schüler gemeinsam Spaß haben. Sie spielten also Fangen, Weitsprung, Weitwurf und liefen Staffeln (zweites Foto). Am Ende gab es für alle Kinder Kekse. Beim Turnier galt es endlich für mich Spanisch zu sprechen, da niemand eine andere Sprache konnte. Das hat echt Spaß gemacht, nachdem Max und ich zuvor nur Deutsch reden sollten, damit die Kinder ihr gelerntes Deutsch anwenden.

Nachdem der Unterricht zu Ende war, ruhten Max und ich uns kurz aus, um anschließend ins Dorf zu gehen und einzukaufen für das Abendessen. Es sollte Baguette mit Salat und Rindersteak geben. Nach einigen Verständigungsproblemen hatten wir 700g leckeres Rindfleisch für umgerechnet 3€ gekauft! Das Steak war köstlich, wie auf den Fotos zu erahnen ist.

Auf dem vierten Bild ist ein typischer Straßenzug auf dem Weg ins Dorf zu sehen.Eine lange Strasse und am Straßenrand reiht sich Stacheldrahtzaun an Stacheldrahtzaun. Hinter den Zäunen befinden sich riesige Villen wie auf dem dritten Foto.

Ansonsten hält unser guter Ruf bei den Kindern scheinbar weiterhin an. Wir mussten auf viele Fotos mit ihnen und ständig sind einige Kinder bei uns in der Nähe. Eine Mutter erkannte uns beim Einkaufen von einem Foto, dass ihre Tochter ihr gezeigt hatte von uns. Sie half uns beim Einkaufen und brachte uns anschließend nach Hause zur Schule. Wirklich sehr nett und hilfsbereit!

 

Ein toller Tag!

Donnerstag, 04.09.2014

Heute hatten Max und ich einen tollen Tag. Wir sind gemeinsam mit Claudia in den Deutsch Unterricht gegangen und haben versucht, uns mit den Schülern zu unterhalten. Dabei kam ein lustiger Dialog zu Stande: Max und ich wurden gefragt wie wir heißen. Ich sagte: Lars  Max sagte: Ich heiße Max. Schüler wiederholt: Lars und Scheiße Max?

Nachdem der Unterricht zu Ende war, haben wir jeweils von Schülerinnen aus der Grundschule noch Liebesbriefe bekommen. Einer ist auf dem ersten Foto zu sehen. Alle Schüler scheinen begeistert von uns und freuen sich immer uns zu sehen. Das ist ein tolles Gefühl!

Nachmittags schauten wir gemeinsam mit einigen Schülern das Fußball-Spiel Deutschland-Argentinien. Die Freude bei den Argentiniern war riesig! Zwischendurch spiele ich in den Pausen mit den Kindern Fußball oder Fußball-Tennis. Auf dem zweiten Foto sieht man das rote Haus in dessen Dachboden wir hausen. Das Fenster mit den grünen Fensterläden ist das Fenster von unserem Schlafzimmer. Abends galt es dann wieder zu kochen. Es gab Kartoffeln mit Ei und einem kleinen Salat. Mal wieder viel Arbeit, aber irgendwie macht es einen ja auch stolz was auf die Beine zu stellen.

Ein rundum guter Tag wurde dadurch abgerundet, dass ich heute erste Kontakte über "couchsurfing" in der Gegend herstellen konnte. Ich bin gespannt die Leute kennen zu lernen! Zudem dürfen wir morgen ausschlafen und nachmittags werde ich den Sportunterricht begleiten. Ich freue mich drauf!

Ein erster Eindruck

Mittwoch, 03.09.2014

So, heute hatte ich den ersten richtigen Tag in Buenos Aires, bzw. in dem 70km vom Zentrum gelegenen Dorf Los Cardales. Gestern sind wir ( insgesamt sind wir 15 Freiwillige von InVia in der Region hier) gegen 13:00 Ortszeit gelandet. Unsere Mentorin vor Ort hat uns dann nacheinander mit einem gemieteten Bus in unsere Projekte gebracht. Da das Projekt von Max ( mein Mitfreiwilliger im Projekt aus Berlin) und mir sehr weit außerhalb liegt, waren wir dementsprechend lange, insgesamt fast 5 Stunden, unterwegs. Alle Freiwilligen wurden vor uns in ihre Projekte gebracht, weshalb wir uns von vielen Projekten bereits ein kurzes Bild machen konnten. Als wir schließlich im Projekt, der Hölters Schule, ankamen, wurden wir herzlich von Claudia empfangen. Sie ist Lehrerin an der Schule und unsere erste Ansprechpartnerin. Sie zeigte uns die Schule und abends gingen wir gemeinsam Pizza essen.

Heute durften wir zu Erholung ausschlafen und wurden nachmittags den Schülern vorgestellt. Wir wurden herzlich empfangen von allen Kindern. Insgesamt sind die Kinder hier der Oberschicht zuzuordnen. Viele von ihnen wohnen in "Gated Communities". Heute abend bekochen Max und ich uns mit Kartoffeln und Hähnchen. Ein paar Fotos vom Gelände folgen bald.

Auf dem ersten Foto ist das Bepacken des Busses in Buenos Aires zu sehen. Auf dem zweiten Foto der Eingang einer Gated Community und anschließend Max beim Kartoffelschälen. Danach ein Foto aus der Gegend eines anderen Projektes und schließlich eines aus unserer Gegend.