Berichte von 11/2014

Ferien!

Freitag, 28.11.2014

Heute haben die dreimonatigen Ferien in unserer Schule angefangen.Im Januar und Februar soll es hier eine Ferienbetreuung geben, bei der wir helfen können. Genaueres wissen wir jedoch dazu noch nicht. Erstmal haben Max und ich jetzt den Dezember frei. Am Samstag haben wir ein Freiwilligentreffen und werden auf Sonntag dort campen. Am Sonntag wiederum geht es mit dem Bus zu den Wasserfällen von Iguazu. Erst den darauffolgenden Samstag werde ich zurückkehren und euch von der Reise berichten können!

Bis dahin!

30h Fahrt für einen Fensterblick!

Montag, 24.11.2014

    

Nach einer gewöhnlichen Schulwoche ( veegleiche Eintrag 17.10.2014), machten Max, Jeremias und ich uns auf einen langen Ausflug in die höchsten Berge in der Provinz Buenos Aire, da der Montag ein Feiertag ist. Besonders berühmt sind sie für ihr "Fenster", das auf dem drittletzten Foto zu erkennen ist. Freitag nachmittag fuhren wir als gemeinsam Richtung Capital los, um einen Zug zu nehmen. Für die für argentinische Verhältnisse kurze Distanz von 500km braucht der Zug 12h (erwies sich dank meines kaputten Stuhles als besonders lang). Inklusive der Anreise zum Bahnhof waren wir als über 15h unterwegs, um schließlich am Samstagmorgen um 8:00 in Tornquist auszusteigen. Dort deckten wir uns mit Proviant ein und fuhren gemeinsam mit einem Taxi 25km zu unserem Hostel.

Hier legten wir zahlreiche Gepäckteile ab und machten uns auf zum "Fenster". Gemeinsam mit einem Guide kletterten wir also auf den Berg, an dessen Fuße sich das Hostel befindet. Nach der sechsstündigen Tour verbrachten wir einen gemütlichen Abend und kochten Nudeln mit Tomatensoße. Im Schlafsaal für dreißig Leute waren wir die einzigen Gäste, weshalb wir eine ruhige Nacht verbrachten.

 

Am Sonntagmorgen waren wir gemeinsam auf dem Weg zu einem anderen Berg, als der erste Regenschauer runterkam. Die Parkguides erklärten uns wenig später, dass keine Wanderungen heute möglich seien. Also fuhren wir per Bus nach Tornquist und saßen dort den Tag ab, bis schließlich der Zug um 22:00 nach Buenos Aires kam. Heute, Montag, sind wir dann schließlich entkräftet angekommen und haben uns ausgeruht.

 

Fantastisches Wochenende

Montag, 17.11.2014

  

Max und ich haben ein tolles Wochenende in der Provinz Entre Rios verbracht. Am Donnerstag fragten wir spontan unseren Couchsurfingkontakt Jonathan, ob er Lust hat, etwas mit uns zu machen. Er schlug vor, seinen Freund Lucio in Urdinarain zu besuchen. Ohne zu wissen, was uns genau erwartet, machten wir uns also auf zum Fernbusbahnhof. Dort um 15:00 angekommen, erfuhren wir, dass sämtliche Busse ausgebucht sind. Also nahmen wir einen Bus in eine 50km entfernte Stadt, wo uns Lucio abholte. Wir aßen eine Kleinigkeit in der Stadt und unterhielten uns abends lange. Danach fielen wir in unsere sehr bequemen Betten.

Am Samstagmorgen musste Lucio arbeiten, weshalb Jonathan, Max und ich die Zeit nutzen, um uns das Dorf Urdinarain anzuschauen. Urdinarain ist ein typisches argentinisches Dorf mit einer kleinen Hauptstrasse und einem zentralen Platz, an dem die Kirche steht. Mir gefielen besonders die schönen Fußwege und zahlreichen Baumalleen. Als Lucio wiederkam, aßen wir selbstgemachte Pizza und hielten anschließend eine Siesta. Gegen 16:00 machten wir uns Richtung Campo (Feld) auf, wo Lucio ein Grundstück verpachtet hat. Auf dem Bauernhof konnten wir die zahlreichen Tiere inklusive ihrer Kinder besuchen. Besonders toll war es, auf dem Pferd des Hofes einen Ausritt zu machen. Dies klappte trotz fehlender Erfahrung hervorragend. Einzig der Muskelkater macht mir heute zu schaffen. Auf dem Heimweg konnten wir noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang genießen und schauten uns ein Parade der stolzen Gauchos durchs Dorf an. Zuhause angekommen, gab es ein hervorragendes Asado und leckeren Wein aus Mendoza.

 

Am Sonntag machten wir uns auf nach Colon. Diese Stadt liegt direkt an der uruguayischen Grenze am Rio Uruguay. Dort aßen wir gemeinsam zu Mittag und verbrachten den restlichen Tag Mate schlürfend am Strand. Im Restaurant bestellten wir eine Parillada. Es kamen sehr viele verschiedene Fleischstücke vom Hühnchen, Lamm und Rind. Neben gewöhnlichen Stücken verspeisten wir auch Schilddrüsen, Darm und Lunge. Am Abend konnten wir auf der Heimreise im Bus erneut einen tollen Sonnenuntergang sehen.

Insgesamt war es ein rundum perfektes Wochenende!

Lecker Essen und viel Deutschunterricht

Freitag, 14.11.2014

 

In den letzen Tagen haben Max und ich sehr lecker gegessenen. Zunächst haben wir uns Dienstag Geschnetzeltes gemacht. Mittwoch waren wir bei unserem Freund Facu eingeladen zum Verspeisen von Sandwiches und schauten uns danach gemeinsam einen Film an. Heute, Donnerstag, haben wir uns Rindfleischstücke gebraten und als Burger im Brötchen gegessen. Selten haben wir so gut gespeist, wie in den letzten Tagen!

 

Ansonsten habe ich in dieser Woche sehr viele Deutschstunden gegeben, da eine Deutschlehrerin aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Schule kommen konnte. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, vor einer ganzen Klasse zu stehen und Deutsch zu erklären. Zwar bin ich es bereits gewohnt von den Einzelstunden mit den besonders begabten Schülern Deutsch beizubringen , doch dies ist nicht mit dem Unterrichten einer ganzen Klasse zu vergleichen. Für mich war es jedenfalls toll, als 20 Kinder neugierig zuhörten. Zum Abschluss noch ein Bild der Skyline von Cardales:

 

Creamfields 2014

Dienstag, 11.11.2014

 

Am Samstag war ich mit zwei Mitfreiwilligen auf dem Elektronikfestival Creamfields (http://www.youtube.com/watch?v=3aN1sDIRI44 kurzer Eindruck). Gemeinsam verbrachten wir eine fantaschtische Nacht und waren überrascht, wie schnell die Sonne am nächsten Morgen schon wieder aufging. Um 7 Uhr machte ich mich schließlich zu meinem Couchsurfing-Kontakt auf. Statt jedoch wie geplant bei ihm zu schlafen, holte ich bloß meinen Rucksack und fuhr vier Stunden lang nach Hause, da ich keine Müfigkeit verspürte.

Dort angekommen, sehnte ich mich nach meinem Bett. Doch Max hatte das Wochenende mit zahlreichen anderen Freiwilligen verbracht, sodass mein Bett belegt war (siehe Foto). Gemeinsam mit den anderen Freiwilligen grillten wir also, was eine tolle Abwechslung zu den standardmäßigen Nudeln mit Tomatensoße bot. Durch den Besuch der Freiwilligen habe ich am Sonntag erst um 18:00 geschlafen, was nicht ausreichte, um Samstag Nacht aufzuholen. Doch heute, Dienstag, bin ich wieder fit.

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Ansonsten noch einige Impressionen aus dem Alltag: Auf den ersten beiden Fotos ist ein typischer Schauer in Argentinien zu sehen. Entweder regnet es hier wie aus Eimern, oder gar nicht. Wenn man einen Tropfen abbekommt, weiß man eigentlich schon, dass man so schnell es geht, sich einen Unterstand suchen sollte.

Auf dem dritten Foto ist das Ergebnis einer Malstunde im Kindergarten zu sehen. Es galt Familiensituationen zu malen. Vielleicht könnt ihr ja erahnen, welches mein künstlerisch wertvolles Gemälde ist? Auf dem vierten Foto ist wiederum eine Schulstunde im Gemüsegarten zu sehen. Gemeinsam mit den Kindern haben wir in einem Pflanzentagebuch festgehalten, wie sich ihre Tomatenpflanzen entwickelt haben.

Zuletzt sind noch einmal die häufig gegessenen Nudeln mit Tomatensoße, sowie ein Mate-Becher zu sehen. Oft schauen Max und ich uns nach Feierabend gemütlich die Heute-Show an, während wir genüsslich Mate schlürfen. Auf dem letzten Foto erkläre ich den Kindergartenkindern, dass wir "Aramsamsam" erstmal langsam singen und anschließend immer schneller werden.

Bis bald!

 

Erfolglose Reise nach Capital

Freitag, 07.11.2014

Heute, am Donnerstagmorgen, habe ich mich nach Capital, mit dem Ziel ein Zugticket zu kaufen, aufgemacht. Züge sind hier sehr günstig, weshalb ich gerne zwei Tickets nach Cordoba kaufen wollte. In Retiro (Bhf in Buenos Aires) nach 3.5h Anreise angekommen, stellte es sich jedoch heraus, dass sämtliche Tickets bis März ausverkauft sind, sodass ich keins für Anfang Februar ergattern konnte. Nun konnte ich direkt wieder die Heimreise antreten und war umsonst 7 Stunden unterwegs und um 5 Uhr morgens aufgestanden. Naja, immerhin habe ich eine Werbegeschenkzeitung in Retiro erhalten.

Ansonsten gehen in der Schule in diesen Wochen die finalen Vorbereitungen für viele Prüfungen los, bevor Ende November die Sommerferien anfangen. Bei vielen Schülern hat man jedoch das Gefühl, dass den Sommerferien nichts mehr im Weg steht.

Oben ist nochmal ein Foto von den Folgen der Regenfälle von letzter Woche zu sehen. Auch heute, eine Woche nach den Regenfällen, stehen viele Felder noch unter Wasser. Bis dahin!

 

Nachtrag: Kanutour

Mittwoch, 05.11.2014

Endlich habe ich die Fotos vom Kayakfahren geschickt bekommen. Über Internetrecherche sind wir auf die Kayakschule "Kayak Escobar" gestoßen und haben sie per Mail kontaktiert. Rasch haben wir uns mit einem Kayaklehrer für Sonntagnachmittag verabredet.

Ingesamt 3h lang fuhr er mit Max und mir zunächst mehrere Kilometer bis zum Rio Parana, der von den Iguazu-Wasserfällen gespeist wird. Auf diesem riesigen Fluss fahren rgroße Frachtschiffe und eine Durchquerung stellte sich aufgrund der extremen Strömung als sehr anstrengend dar. Die Strömung ist auch schon dem ein oder anderen Schiff zum Verhängnis geworden, wie das erste Foto mit dem Schiffswrack im Hintergrund erahnen lässt.

Danach fuhren wir denselben Weg zurück und legten noch einige Badestopps ein. Netterweise hatte der Kayaklehrer eine Kamera dabei, mit der er Fotos schoss, sodass ihr einen Eindruck von der Tour bekommen könnt. Bis die Tage!

Endlich wieder Internet!

Montag, 03.11.2014

  

So, nachdem wir 6 Tage ohne Wlan, bzw. zwischendurch nur einmal 2h lang, verbracht haben, scheint das Wlan jetzt dauerhaft zurückzukehren. Viele Stunden hatten wir kein Wasser und Strom, aber jetzt wissen wir eben dies noch viel mehr zu schätzen. Wer sich mal ein Bild vom Unwetter hier verschaffen möchte:

http://latina-press.com/news/188191-argentinien-ueber-tausend-evakuierte-nach-schwerem-unwetter-ueber-buenos-aires/

Am Dienstag hat es an einem Abend ein Viertel des Jahresniederschlags von Berlin geregnet.

Die Woche war dem Wetter entsprechend von den Aktivitäten her sehr eingeschränkt. Volleyball ist bei Regenwetter nicht möglich, da es in der Sporthalle reinregnet. So haben wir einen gemütlichen Abend am Donnerstag bei unserem Freund dem Deutschlehrer Facundo verbracht und uns ein leckeres Abendbrot gegönnt. Ansonsten mussten wir leider viel Zeit auf dem Zimmer verbringen.

Am Freitag haben wir uns schließlich in die Hauptstadt aufgemacht zu einem Couchsurfing-Kontakt. Wir wurden mit leckeren Schnitzeln mit Kartoffelpüree bekocht. Zwei Freunde unseres Couchsurfing Kontaktes kamen ebensfalls zum Abendbrot. Danach wurden wir von unserem Gastgeber mit roter Farbe verunstaltet (siehe Foto wegen Halloween) und gingen in eine Bar, wo wir mit vielen Freunden von ihm die Nacht verbrachten und gegen 5Uhr morgens ermüdet ins Bett fielen.

Am nächsten Morgen machten wir uns gemeinsam mit dem Mitfreiwilligen Jeremias nach La Plata auf. Das ist eine Stadt  südlich von Buenos Aires, in der die Provinzverwaltung der Provinz Buenos Aires sitzt. Diese am Reißbrett entworfene Stadt besteht ausschließlich aus quadratisch angelegten Straßen mit Diagonalen symetrischen Verbindungen. Die Straßen haben auch keine Namen, sondern Nummer. Von einem Couchsurfing-Kontakt wurden wir am Bahnhof im Auto abgeholt und er zeigte uns die schönsten Ecken seiner Stadt. Das war echt eine tolle Couchsurfing-Erfahrung! Wir besuchten verschiedene sehenswerte Gebäude und ein Museum.

Am Abend fuhren wir (5h!) nach Hause nach Los Cardales. Am nächsten Tag, Sonntag, waren wir eigentlich von einer Lehrerin zum Reiten auf ihrer Farm eingeladen, doch das Regenwetter machten dem einen Strich durch die Rechnung. Wir besuchten einen Freund und seine Familie in Cardales und spielten das argentinische Kartenspiel Truco, während wir genüßlich das Nationalgetränk Mate schlürften.

Mein Handy, welches Dienstag sehr viel Wasser abbekommen hat, hat sich übrigens wieder erholt, nachdem es sich 3 Tage lang ohne Pause selbstständig hoch- und herunterfuhr. Ich hoffe es funktioniert jetzt weiterhin. Nun soll sich nur wieder die Sonne zeigen! Bis dahin