Nordreise Tucuman und Salta

Donnerstag, 17.09.2015

Meine zweiwöchige Reise in den Norden habe ich in der Provinz Tucuman begonnen. Nach einer Nacht im Bus besuchte ich am Nachmittag das kleine verschlafene Örtchen Amaicha de Valle, welches idyllisch in einem Tal liegt und ruhte mich von den Reisestrapazen aus. Bereits die Anreise war ein Highlight. Die Landschaft wandelte sich von Regenwald zu karger Wüstensteppe.

Am nächsten Morgen besuchte ich die Ruinen der Quilmesindianer (5. Foto). Diese historisch sehr wichtigen und wunderschönen Ruinen stellte das erste Highlight meiner Tour dar. Die Ruinen liegen wunderbar in einem Hang und es bereitet großen Spaß, hier zu wandern. Am Nachmittag fuhr ich weiter nach Cafayate.

In Cafayate buchte ich eine sechsstündige Tour durch die weltberühmte Schlucht und ihre Felslandschaften. Die zahlreichen roten Felsformationen und die unglaublichen Formen beeindruckten mich sehr. Immer wieder erinnerte mich die Landschaft an den Grand Canyon der USA.

 

Am nächsten Morgen stand ein besonderes Abenteuer auf dem Programm. Ich hatte mir vorgenommen, per Anhalter über das Dorf Cachi nach Salta zu gelangen. Da die Straße eine reine Schotterpiste ist, beträgt die reine Fahrzeit bereits 8h. 

Der Tag begann sehr schwierig. Mit verschiedenen Autos konnte ich jeweils nur 10km zurücklegen. Zwischen 9:00 und 12:00 vormittags schien es gar nicht mehr weite zu gehen, ehe ich von einer Fußballmannschaft aufgesammelt wurde. Auf der Ladefläche eines LKWs reiste ich zwei Stunden weiter Richtung Cachi. Dabei durchquerten wir die wunschöne "Quebrada de las Flechas", die mich sehr beeindruckt hat. 

Nach 2h Reise musste ich auch aus diesem Auto aussteigen und das Warten ging weiter. Schließlich hatte ich riesiges Glück. Eine Familie sammelte mich auf und brachte mich nicht nur nach Cachi, sondern anschließend auch noch nach Salta. In Cachi aßen wir zusammen zu Mittag und selbstverständlich legten wir auch viele Fotostopps ein. Am Abend setzten sie mich am Hostel ab und ich fiel überglücklich ins Bett.

Am nächsten Morgen sollte es sehr früh Richtung Bolivien weitergehen.